Landseer – Rettungsschwimmer oder Wasserpolizei?

Landseer – Rettungsschwimmer oder Wasserpolizei

Ob Mensch, Hund, Stock, Luftmatratze oder Badeente – der Landseer trifft keine Unterschiede. Seine Entscheidung steht fest, bevor das Objekt überhaupt Einspruch erheben kann.
Der Landseer besitzt einen ausgeprägten Rettungsinstinkt. Das klingt in Fachbüchern beeindruckend und edel. In der Praxis bedeutet es vor allem eines:
Alles, was schwimmt, wird gerettet.
Ein Schwimmer zieht entspannt seine Bahnen?
🐶 „Offensichtlich erschöpft. Ich bringe dich ans Ufer.“
Der Schwimmer protestiert?
🐶 „Panikreaktion. Bestätigt meine Diagnose.“
Besonders schwierig wird es bei Enten.


🦆 Ente schwimmt friedlich über den See.
🐶 „Oh nein! Da treibt jemand hilflos ab!“
🦆 „Ich bin eine Ente.“
🐶 „Schockzustand. Sie weiß nicht mehr, wer sie ist.“
Fliegt die Ente schließlich davon, ist der Landseer hochzufrieden:
🐶 „Erfolgreiche Rettung abgeschlossen. Sie kann wieder fliegen.“
Der Mensch versucht zu erklären, dass Enten freiwillig schwimmen können. Der Landseer hört aufmerksam zu, denkt kurz nach und kommt zu dem Schluss:
„Der Mensch versteht die Lage nicht. Jetzt muss ich gleich zwei retten.“


Für einen Landseer gibt es im Wasser nämlich nur zwei Zustände :
1. Jemand muss gerettet werden.
2. Ich habe ihn nur noch nicht gefunden.


Und so sitzt er am Ende des Tages stolz am Ufer und blickt auf sein Werk zurück:
„Heute habe ich drei Menschen, zwei Stöcke, zwei Bälle und eine äußerst widerspenstige Ente gerettet.“
🐾🌊🦆❤️

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