Archiv für die Kategorie „Landseer-Welpen“
Die Zeit nach der Geburt
ist zum Ausruhen und zum Erholen - für die Hündin und ihre Welpen. Der Züchter kann das später tun. Gerade in der ersten Woche nach der Geburt wartet ein tägliches Kontrollprogramm auf Erledigung:
Die tägliche Temperaturkontrolle der Hündin ist Pflicht. Stellt sich eine erhöhte Temperatur ein muß sogar mehrmals täglich Fieber gemessen werden. Ab 39,5 Grad C muss ein Tierarzt aufgesucht werden. Das Gesäuge ist täglich zu kontrollieren: es sollte sich warm und weich anfühlen. Eine Verhärtung deutet auf eine Entzündung hin. Die Hündin ist täglich von etwaigem Ausfluß zu reinigen. Überhaupt liegt das Augenmerk in dieser Zeit auf dem Wohlergehen der Hündin – denn ohne Mama geht rein gar nichts. Manchmal sind die Hündinnen nach der Geburt noch appetitlos – hier hilft beharrliches Anbieten von Lieblingsleckerchen wie gedünstestes Fleisch. Die Hündin selbst muß ihren Rhythmus zur Welpenfütterung finden. Den Aufenthalt in der Welpenkiste kann man ihr aber durchaus “versüßen”. Entgegen der landläufigen Meinung: eine Hündin ist nicht 24 Stunden in der Welpenkiste – sie darf sich durchaus auch außerhalb der Kiste ausruhen oder einen Rundgang im Garten machen. Bleibt es trotzdem in der Welpenkiste ruhig, ist alles perfekt.
Die tägliche Gewichtskontrolle der Welpen ist ein Muss – zu diesem Zeitpunkt das eizigste Indiz der Vitalität eines Welpen. Das kann sich aber auch leicht zur Nervenanspannung entwickeln: die Angst vorm Wiegen, Haben alle tüchtig zugenommen ? Nein ? Nur 30 Gramm ? – wo ist die Welpenmilch und das Fläschchen ? Lassen Sie es – Muttermilch ist durch nichts zu ersetzten. Nicht jeder Welpe legt 150 Gramm täglich zu, er braucht auch Zeit um die Zunahme zu verarbeiten.
Die Hündin reinigt die Welpen von Kot und Urin – stimmt. Kontrolliert werden muss der After trotzdem. Eventuelle Kotrest sind mit etwas Babyöl leicht zu entfernen.
Kennzeichnung der Welpen: es wird mir immer ein Rätsel bleiben, weshalb Landseerwelpen, mit ihrer ureigensten Kopfzeichnung- und Plattenverteilung (eine Plattenverteilung wiederholt sich nie) gekennzeichnet werden müssen. Die Angewohnheit Welpen buntes Geschenkband um den Hals zu knoten ist unsäglich. Von den Verletzungs- und Strangulationsmöglichkeiten will ich gar nicht erst reden. Eine Zeichnung der Plattenverteilung oder ein Foto – direkt nach der Geburt – hilft enorm, wenn man sich die Farbverteilung nicht merken kann.
Nach zwei bis vier Tagen fallen die Nabelreste der Welpen ab. Auch hier ist der Nabel zu kontrollieren.
Sollte ein Züchter nach diesem Programm noch Langeweile haben: die Wurfkiste wartet auch auf tägliche Säuberung und die Einlage muss gewechselt werden.
Danach können Sie die erste Kanne Kaffee aufsetzten: die ersten Welpenbesucher sind da…………
Ja – es ist soweit
es wird ernst. Freitag morgen – ich sitzte über der Einkaufsplanung für das kommende Wochenende. Wir erwarten in den nächsten Tagen die Welpen von Edelweiß. und da sollte alles Nötige im Hause sein. Engels Babybauch hat sich seit gestern verändert: die Rundung hat sich merklich gesenkt und eine Birnenform angenommen. Bis zum Mittag hat sie sich mehrmals entleert und nimmt außer Wasser auch nichts zu sich. Routiniert hechelt sie ihre Welpen in den Geburtskanal. Dabei sucht sie immer meine Nähe, lehnt sich an mich. Wir sind ein Team. Die erste Preßwehe wird gegen 16:30 h notiert, der erste Welpe ist um 16:45 da. Als erfahrene Hündin weiß Edelmaus genau was zu tun ist: sie beißt die Fruchthülle auf und durchtrennt die Nabelschnur mit ihren Backenzähnen in Sekundenschnelle – ihre funkelnden Augen sagen mir: Ätsch, ich war schneller – mein Baby…… aber an die Zitze darf ich ihn dann legen. Im Stundentakt kommen nun die Welpen – vollkommen problemlos. Hin und wieder reiche ich dem Engel Wasser, oder Brühe. Wir warten auf Welpe Nummer Sechs – da sehe ich ein einzelnes Hinterbeinchen aus der Vagina ragen. Der Welpe ist aus seiner Fruchthülle ausgepackt, Eile ist geboten, der Welpe muss atmen…. und das zweite Beinchen hat sich irgendwo verhakt. Ich greife ein Handtuch damit mir der nasse Welpe nicht durch die Finger ruscht und ziehe mit der nächsten Wehe den Welpen heraus. An dieser Stelle ermahne ich mich selber; es kann auch mal ein Welpe totgeboren werden…… Edelmaus guckt mir aufgeregt zu: Nase und Mäulchen schnell vom Schleim befreien und rubbeln, rubbeln, rubbeln – endlich – Gott sei dank – ein Schnaufer – ich hab ihn…
Nummer sieben und acht ließen danach nicht lange auf sich warten. Gegen drei Uhr morgens wird der letzte der Mäusebrigade geboren. Alle Welpen sind vital und gesund. Ebenso hat sich Edelweiß erstaunlich schnell erholt und genießt ihr Mutterglück in vollen Zügen.
Aus dem Leben eines Landseerwelpen
Huhu liebes Schwanenburgrudel!
Ich bins mal wieder euer Leopold. Hab mich jetzt hier mit meiner Spielkameradin Steffi auf den Boden gesetzt und die schreibt nun für mich während ich efrig diktiere, was ich so alles erlebt habe.
Puhh… Wo fang ich bloß an?
Also zuerst, wie alle kleinen Landseer habe ich meine Familie top im Griff.
Wenn meine Familie in Ruhe Fernsehen will hole ich einfach meinen Quietscheknochen und quietsch solange den Film kaputt bis jemand mit mir spielt *grins*
Manchmal gucke ich auch bei meinem Herrchen im Arm mit den Film aber meistens finde ich die Filme doof, die die gucken und meine Filme wollen sie ja meistens nicht sehen.
Letztes Wochenende waren Herrchen und Frauchen weg und ich hatte sturmfreie Bude mit den Kindern. Das war toll. ICh habe zwar nur Mist gebaut und die beiden ordentlich auf Trab gehalten aber abends war ich dann wirklich müde bin erschöpft schlafen gegangen. Da ich Mitleid mit den beiden hatte, habe ich den Thomas erst morgens um 6 liebevoll geweckt indem ich an der Decke gezogen habe weil ich Hunger hatte.
Im Großen und Ganzen war dieses Wochenende ein voller Erfolg aber ich hab mich auch gefreut als meine Familie wieder vollzählig war und ich sie alle wieder um mich herum hatte.
Mit dem schlafen klappt auch schon besser. Wir haben uns nun auf 5.30 Uhr geeinigt. Ich finde, das ist ganz schön nett von mir *grins*
Die Spaziergänge werden auch schon länger und ich werde unternehmungslustiger. Wie die großen Hunde fange ich nun an zu schnüffeln und die Welt zu entdecken.
Aber ich habe auch viele Flausen im Kopf. Schuhe klauen, Schlüssel klauen, Blumen rupfen, Altpapier klauen, mit meiner Leine durch den Garten rollen und und und.
Heute gehts mal wieder zur Hundeschule und da freu ich mich auch schon drauf aber davon berichte ich euch das nächste mal und schicke euch mal Bilder von meinen neuen Spielkameraden.
Nun muss ich aber meinem Frauchen beim Kochen helfen. Vielleicht fällt ja was leckeres für mich ab..
Viele Liebe Grüße von Bremen nach Goch.
Euer Leopold
P.S. Ich wiege jetzt schon 15,7 Kilo.



