Archiv für die Kategorie „Landseer-Tipps“

Ja – es ist soweit

 es wird ernst. Freitag morgen – ich sitzte über der Einkaufsplanung für das kommende Wochenende. Wir erwarten in den nächsten Tagen die Welpen von Edelweiß. und da sollte alles Nötige im Hause sein. Engels Babybauch hat sich seit gestern verändert: die Rundung hat sich merklich gesenkt und eine Birnenform angenommen. Bis zum Mittag hat sie sich mehrmals entleert und nimmt außer Wasser auch nichts zu sich. Routiniert hechelt sie ihre Welpen in den Geburtskanal. Dabei sucht sie immer meine Nähe, lehnt sich an mich. Wir sind ein Team. Die erste Preßwehe wird gegen 16:30 h notiert, der erste Welpe ist um 16:45 da. Als erfahrene Hündin weiß Edelmaus genau was zu tun ist: sie beißt die Fruchthülle auf und durchtrennt die Nabelschnur mit ihren Backenzähnen in Sekundenschnelle – ihre funkelnden Augen sagen mir: Ätsch, ich war schneller – mein Baby…… aber an die Zitze darf ich ihn dann legen. Im Stundentakt kommen nun die Welpen – vollkommen problemlos. Hin und wieder reiche ich dem Engel Wasser, oder Brühe. Wir warten auf Welpe Nummer Sechs – da sehe ich ein einzelnes Hinterbeinchen aus der Vagina ragen. Der Welpe ist aus seiner Fruchthülle ausgepackt, Eile ist geboten, der Welpe muss atmen…. und das zweite Beinchen hat sich irgendwo verhakt. Ich greife ein Handtuch damit mir der nasse Welpe nicht durch die Finger ruscht und ziehe mit der nächsten Wehe den Welpen heraus. An dieser Stelle ermahne ich mich selber; es kann auch mal ein Welpe totgeboren werden…… Edelmaus guckt mir aufgeregt zu: Nase und Mäulchen schnell vom Schleim befreien und rubbeln, rubbeln, rubbeln – endlich – Gott sei dank – ein Schnaufer – ich hab ihn…

Nummer sieben und acht ließen danach nicht lange auf sich warten. Gegen drei Uhr morgens wird der letzte der Mäusebrigade geboren. Alle Welpen sind vital und gesund. Ebenso hat sich Edelweiß erstaunlich schnell erholt und genießt ihr Mutterglück in vollen Zügen.

Ach herrje – und nu ?

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…………  ist irgendwo-irgendwas mit Wasser

Prägung – Bindung – Erziehung

Was steckt eigentlich hinter diesen Schlagworten der modernen Mensch/Hundbeziehung ?

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Fangen wir bei der Prägung an :

An unserer Hausziege „Glöckchen“ haben wir ein klassisches Beispiel von Prägung. Glöckchen kam zu unseren Landseern als sie zwei Stunden alt war. Ihre Mutter hatte das Zicklein verstoßen.. Unsere erfahrene Landseerhündin, Hasi, bemutterte das Zicklein sofort und Glöckchen erachtete die Hündin als ihre Mutter. Sie schlief, nach Ziegenart, eng an die Hündin gekuschelt und bekam dadurch die nötige Körperwärme.

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Genauso wie Hasi ihre Welpen liebevoll versorgte – tat sie das nun bei der Ziege. Diese lernte sehr schnell die „Hundesprache“. Obwohl von ganz anderer Art kommunizierte die Ziege bald mit unseren Landseern, lief mit ihnen in den Garten, ja – mopste sogar ab und zu Hundefutter.

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Nach ein paar Wochen versuchten wir Glöckchen wieder in eine Ziegenherde zu integrieren – ohne Erfolg. Sie verstand kein Wort der „Ziegensprache“, hatte Angst vor ihren Artgenossen.
Sie wird bei uns und ihrer Landseerherde für immer bleiben.

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Auf diese Art werden auch Landseerwelpen auf ihre Umwelt geprägt. Die Prägung an ihrem Geburtsort ist entscheidend für ihr ganzes zukünftiges Leben. Je mehr Zeit ein Züchter bei und mit seinen Welpen verbringt – desto enger wird die spätere Bindung an Menschen.

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Ein Welpe, sofern er keine negativen Erfahrungen mit Menschen macht, entwickelt dadurch ein unerschütterliches Vertrauen zum Zweibeiner. Dieses Fundament des Vertrauens erreicht man nicht dadurch, dass die Kindergarten- oder Schulklasse des Filius auf die Welpen losgelassen wird, sondern durch viel Zuwendung und noch mehr Zeit. Schon in den ersten Lebenswochen ist für unsere Welpen menschlicher Kontakt allgegenwärtig.

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Die Welpen können uns zwar noch nicht sehen oder hören – aber fühlen. Schon während dieser ( noch vegetativen Phase ) spüren die Welpen ob ein „vertrauter“ oder fremder Mensch anwesend ist.

Fortsetzung folgt…….

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