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Was ist eigentlich ein Champion ?
Nun, sagen manche, „irgend so ein Titel“. Richtig, ein Titel ist es – aber nicht irgendeiner – sondern DER Titel.
Um diesen Titel zu erhalten, muss ein Landseer auf fünf Internationalen CACIB-Austellung – oder nationalen CAC-Ausstellungen /Spezialzuchtschauen einen ersten Platz belegen. Das CACIB für den Internationalen Schönheitschampion erhält jeweils der beste Rüde und die beste Hündin einer Landseerausstellung.
Allein einen ersten Platz in der Zwischen – oder Offenen Klasse zu erhalten bedarf schon eines gewissen Talents, eines Hundes in Topkondition und der geeigneten Persönlichkeit. Nicht jeder Hund hat das Talent sich vorteilhaft im Ausstellungsring zu präsentieren. Sicher lässt sich einiges trainieren – aber die Ausstrahlung eines Champion eben nicht.
Fünfmal also muss einer der ersten Plätze für ein Championat errungen werden. Nicht immer entspricht der eigene Landseer dem Geschmack des jeweiligen Richters. Dies sollte man souverän akzeptieren und nicht bockig den Geisteszustand des Richters in Frage stellen.. Haben Sie den schönsten Landseer der Welt …. oder nicht ? Na, also.
Aber auch der beste Landseer an der Leine nutz nichts, wenn der Aussteller nicht versteht, was im Ring eigentlich vor sich geht. Spulen wir also das Geschehen einmal vor unserem geistigen Auge ab:
Ihre Klasse wird durch den Sonderleiter aufgerufen. Springen Sie nun nicht hektisch auf und zerren Ihren Landseer (der wahrscheinlich gerade mit der hübschen Dame nebenan flirtet) in den Ring, weil „ es losgeht“. Nehmen Sie die Zeit sich mental zu sammeln und Ihren Landseer aufzubauen. Ein geflüstertes „Komm, Champ“ wird die Spannung Ihres Landseers steigern und er wird freudiger mitlaufen – in den Ring.
Schon in der ersten Augenblicken entscheidet ein Richter, oft, welcher Landseer für eine Platzierung in Frage kommt – und welcher nicht. Es liegt also an Ihnen Ihren Landseer schon ab der ersten Minute vorteilhaft zu präsentieren. Das geht nicht, wenn Ihr Landseer sich setzt oder Albernheiten mit seiner Leine veranstaltet. Stellen Sie Ihren Landseer frontal in den Blickwinkel des Richters – und Sie sich bitte drei Schritte hinter Ihren Hund. Es ist immer amüsant zu sehen wie sehr sich Aussteller bemühen ihren Hund vor den Blicken des Richters zu schützen…….
Jetzt wird es spannend – Sie sind „dran“. Nein, nicht SIE – Ihr Landseer soll beurteilt werden.. Halten Sie mindestens einen Abstand von zwei Metern zum Richter ein und stellen Sie Ihren Hund so vor den Richter, dass er die Vorzüge aus gebührender Entfernung beurteilen kann. Ihr Hund muss dabei keineswegs wie festgeklebt stehen bleiben, lockern Sie ihn, gut dosiert, immer wieder auf..
Der Richter wird Sie dann anweisen einmal eine Gerade und eine Runde durch den Ring zu laufen. Dabei soll das Gangwerk beurteilt werden – das Gangwerk Ihres Landseer – nicht Ihr eigenes. Rennen Sie also nicht kopflos los, sondern holen Sie sich die Aufmerksamkeit Ihres Hundes und passen die Geschwindigkeit Ihrem Landseer an. Das war es dann auch schon – fast: Zum Schluss werden noch einmal die Aussteller einer Klasse zur Platzierung in den Ring geholt – jetzt geht es um die „Wurst“. Geben Sie noch einmal Alles für diese letzte Rund – um die letzten Zweifel des Richters auszuräumen. Laufen Sie um Ihr Leben – für das Gänsehautgefühl auf dem Platz zu stehen ist es der Mühe wert.
Wenn Sie dann, nach zahlreichen Anläufen, fünfmal die Anwartschaften auf einen Championtitel gewonnen haben ist Ihr Hund „einer wie keiner“ – ein Hund mit dem Titel der Königsklasse – ein Champion……….
Ausstellertips für unsere Landseer

Der Landseer sollte zwei bis drei Tage vor der Ausstellung gebadet werden. Zwei Tage braucht das Fell, um sich in seine natürliche Form anzulegen und nicht wie ein geplatztes Sofakissen in alle Richtungen abzustehen. Auch wenn Sie den Eindruck haben „ mein Landseer ist sauber“ zwischen all den gebadeten Landseern fällt Ihr ungewaschener Hund auf.
Lange Fusseln zwischen den Zehen sollten in Form geschnitten werden. Hierzu eignet sich besonders eine handelsübliche Effilierschere. Kämmen Sie die überstehenden Haare nach oben und fangen bei den Krallen in Richtung der Läufe zu schneiden. Bedenken Sie dabei immer, dass der Landseer auf runden Katzenpfoten steht.
Die langen und abgestorbenen Haare an den Ohren können strähnchenweise ausgezupft werden. Gehen Sie dabei vorsichtig ans Werk. Haarbüschel ausreißen gefällt Ihrem Hund sicher nicht. Sie werden staunen wie schön sich damit der Kopf modellieren lässt.
Der Tag nach dem Bad ist fürs bürsten und beten reserviert:
Bürsten, damit Glanz ins Fell kommt und beten, damit Ihr Hund das nächste Schlammbad übersieht.
Ein so gepflegt präsentierter Landseer fällt angenehm auf und ist eine Zierde seines Halters.
