Tiergestützte Therapie

Tierapie ist die beste Therapie

sagt Einer der es wissen muss: Bernd Körner, 57, Pädagoge und Therapeut, der nach einem langen Arbeitsleben an Depressionen und Burnout-Syndrom erkrankte.

Wir lernten Bernd kennen, als er auf der Suche nach einem Landseerwelpen war. Im Laufe der langen Gespräche die wir mit Bernd führten lernten wir viel über dieses Krankheitsbild, das auch heute noch sehr wenig bekannt ist. Häufige Ursachen sind beruflicher Stress, Verlust von nahen Familienangehörigen und das Unverständnis unserer Ellenbogengesellschaft.

Ein Resümee:

Frage: Wie muss man sich diese Krankheit vorstellen?

Bernd: Es ist als ob einem der Stecker aus der Steckdose gezogen wird – von Hundert auf Null. Keine Energie mehr den Tag durchzustehen und die Angst die einem die Luft zum Atmen raubt. Man verliert das Gefühl für das Hier und Jetzt, grübelt nur noch über vermeintliche Fehler in der Vergangenheit und hat Zukunftsängste.

Frage: Was hat Dir geholfen aus dieser Krankheit und der Krise herauszukommen?

Bernd: Neben den klassischen Therapien habe ich, für mich, meine Hunde als Co -Therapeuten entdeckt. Meine Hunde Bootsmann und Unkas waren für mich in dieser schwierigen Lebenssituation der einzige Lichtblick in einem dunklen Tunnel. Das Band in die Gegenwart an dem ich mich festhalten konnte. Sie animierten mich zum Lachen, zum Weinen, waren Trost und Schutz wie es zu dieser Zeit kein Mensch gekonnt hätte.

Frage: Was planst Du für die Zukunft?

Ich möchte anderen Menschen die an dieser Krankheit leiden Mut machen. Mut machen endlich ihr Visier hochzuklappen und Hilfe zu suchen. Ich habe gelernt meine Rüstung abzulegen und bin dabei „auf den Hund“ gekommen – etwas Besseres hätte mir nicht passieren können. Dieses Gefühl habe ich auf meiner CD „CARACOL“ musikalisch interpretiert (Bernd ist Gitarrist -Anm.des Autors) Wer sich angesprochen fühlt und nähere Informationen zur Krankheit oder zur „Tierapie“ wissen möchte, kann mir gerne schreiben unter caracol@email.de

Wir haben Bernd unsere Maya anvertraut, damit er in Zukunft ein Landse(h)er werden kann.

1 Kommentar zu „Tiergestützte Therapie“

  • Helmut Gessenhardt:

    Hallo Bernd, dieser Artikel wird bestimmt vielen Menschen in ähnlicher Situation helfen, sich mit dieser schlimmen Krankheit zu arangieren und darüber nachzudenken ob nicht ein Tier,(Hund) der richtige Therapeut ist. Denn Menschen sind oft nicht empathiefähig, aber der Hund merkt sofort, wenn es seinem Menschen nicht gut geht und versucht zu “helfen”, zu trösten. Ich kann das gut beurteilen, da ich selbst eine Ausbildung, zusammen mit meiner Labrador-Hündin, zum Therapieteam abgeschlossen habe und tiergestützte ehrenamtliche Besuchsdienste bei demenzkranken Menschen in Seniorenheimen durchführe.

    Ich wünsche Dir viel Freude mit der tollen Landseerhündin Maja!!!!

    Liebe Grüße
    Helmut

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